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Rinderwahnsinn
Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Pala, auf seinem Rind!
Der Blick wirkt müd, das Haar ist kraus,
aus seinem Mund' die Zung' hängt raus.

Die Streck' ihm in die Aug' geschrieben,
oh, wäre er doch dageblieben,
wo er damals losgezog'
das Schicksal ihm des Weges bog...

Die Geschicht begann,
wie sollts' auch anders sein
mit sexuellem Drang
und einem kleinen StellDichEin.

Der Paladin war wohlbekannt,
sein Nam' ihm stets vorausgerannt,
Frisch rasiert, mit dicken Eiern,
auf dem Weg zu seinen Feiern,
er sich auf sein Roße schwingt
und dabei lustig Liedlein singt.

Er reitet los,
ihm zwickt der Schoß
Und während er sein Höslein renkt,
er emsig an die Weiblein denkt,
welch' er nachher treffen wird.
Er ist gespannt, was dann passiert.

Seinem Gaul er gibt die Spore,
sprintet eilig durch die Tore,
reitet in den Wald hinein,
und, wie solls auch anders sein,
reitet aus dem Wald hinaus
in der Fern, er sieht ein Haus.

Am Haus vorbei, stets auf dem Weg
er sieht den Rauch vom andren Fleck,
Er nähert sich, was sieht er da?
Ein Weiblein, Figur: so wunderbar!

Das Figürchen schlank, die Ohren spitz,
das Gewande stets im festen Sitz,
die Äuglein sind bestechend schön,
fast ein Zwang sie anzusehen.
Erkundigt sich nach ihrm' Befinden.
Sie hebt den Daumen und zeigt nach hinden

Mit seinem Blick er folgt des Daumens Wink,
was er dort sieht, ihn laut zum Lachen bringt.
Da steht es nun, in voller Pracht
ein "Traum" von Rind aus Fleisch gemacht.

In zorn'gem Ton sie ihm befiehlt
ihr sein bestes Pferd zu geben.
Er verstohlen zu ihr rüber schielt,
vor Lachen beginnt sich aus dem Sitz zu heben.

Nun ging es schnell, der Moment war kurz,
ein kleiner Stoß - er kommt zum Sturz
elegant sie sich auf sein Streitroß schwingt,
ihm nochmal, wie nett, zum Abschied winkt,
um sich dann auf den Weg zu machen,
wer weiß wohin, weg ist das Lachen.

Die Frau ist weg, das Pferd ist fort,
nun steht er dort, mit diesem Rind,
wünscht sich an nen andren Ort,
besteigt das arme Tier geschwind
um sich auf den Weg zu machen
zu den anderen lust'gen Sachen.

Und die Moral von der Geschicht:
Über Rinder lacht man nicht!

nach oben (C) 2006-2009 by Benjamin Taube nach oben